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„Hausmitteilungen“

Akrostichon for peace

Der Text, auf den ich hier verlinke, beansprucht nicht, mehr als ein Wortspiel zu sein, eine Assoziationskette – vor einem allerdings ernsten Hintergrund.

Walter Pobaschnig betreibt die interessante Website Literatur outdoors. Gern bin ich seiner Einladung gefolgt, ein Akrostichon zu dem Satz „Give peace a chance“ zu schreiben, denn „dem Frieden eine Chance zu geben“, gelingt (Teilen) der Menschheit ja offenbar und schwerverständlicherweise immer nur für einige Jahre.

(Ein Akrostichon, auch Leistengedicht genannt, ist eine poetische Form, bei der in der Regel die Anfangsbuchstaben der Zeilen zusammengesetzt einen eigenen Sinn ergeben.)

Rückschau: Kellertheater

Im stimmungsvollen Gewölbekeller des Frankfurter Keller(!)theaters lasen gestern Viktor van Hynthersin, Ira Kulani, Peter Kapp, Martina Weyreter, Tessa Schwartz und ich – alles Autoren des trotz gewisser Zerfallserscheinungen immer noch existierenden Netzwerks Plan B. Zu hören waren satirische, ernste und makabere Texte (mit direktem oder indirektem Bezug zu dem vielfach deutbaren Thema „Sirenen“), musikalisch gerahmt von Florian Hauck mit selbstkomponierten, dynamischen Klavierstücken. Obwohl Sonntagabend ja nicht unbedingt eine Ausgehzeit ist, war die Veranstaltung doch vergleichsweise gut besucht (unerschrocken wie wir sind, haben wir einmal auch schon eine Lesung vor exakt null Zuhörern gehalten …).

Peter Kapp liest alte und neue Gedichte, u. a. aus dem Band Nach dem Börsengang.

Erinnerung: Plan-B-Lesung

Ich möchte an die „Plan-B“-Lesung am 13. November um 18 Uhr im Frankfurter Kellertheater erinnern. Weiteres: siehe meinen ersten Beitrag zu diesem Thema (bitte dem Link folgen).

Eine schöne Sache in Frankfurt ist der Literaturkalender (siehe Bild), der an Litfaßsäulen und in fast jeder U-Bahn-Station plakatiert wird. Insofern dürfen wir berechtigterweise auf einige Zuhörer hoffen … Allerdings stehen wir, wie man sieht, in scharfer Konkurrenz 🙂 mit Susanne Konrad (ebenfalls Plan-B-Mitglied), Ewart Reder (Schriftsteller und Redakteur der Literatursendung WortWellen) u. a. … Mein Vorschlag: Morgens zum BBK und abends ins Kellertheater …

Ventspils-„Finale“

Am Donnerstag und Freitag fand hier, im Internationalen Schriftsteller- und Übersetzerhaus, eine Veranstaltung mit Studentinnen (ja, es waren tatsächlich nur Frauen) der Universität Liepaja statt, die dort einen Master in „Writing Studies“ machen. Ich habe drei kurze, eher lyrische Texte vorgetragen (und auf Englisch ein paar Worte zum Inhalt gesagt) und mit den Anwesenden über die Frage gesprochen, wie es gelingen könnte, als „Vollzeit-Autor“ zu leben. Dazu hatte ich vor dem Hintergrund eigener, teils durchaus schmerzlicher Erfahrungen einiges zu sagen. Die Studentinnen schien das Thema ebenfalls zu interessieren: Die Diskussion war sehr lebhaft. Und mein lausiges Englisch hat mich dabei kaum behindert …

Für mich war dieses Seminar – fast – schon das Finale meines Aufenthalts hier. Mittlerweile habe ich das Gefühl, auf meinen Abreisetag Ende nächster Woche zuzurollen – noch langsam, aber mit zunehmender Geschwindigkeit …

Siehe auch den (älteren) Beitrag Lettland/Latvija.

Ventspils-Notizen

Neben der Arbeit an meinem aktuellen Roman versuche ich mir immer auch ein bisschen etwas zu dem Schauplatz zu notieren, an dem ich mich im realen Leben momentan aufhalte. Könnte ja sein, dass ich irgendwann einmal ein Ventspils-Buch schreibe. Reizvoll wäre es. – Siehe auch: Ventspils.

Twitter

Nach einer kurzen Testphase habe ich beschlossen, meine Aktivitäten auf Twitter erst einmal nicht fortzuführen. Das heißt aber natürlich nicht, dass man meine Beiträge dort nicht teilen könnte (oder sollte 🙂 …) – es gibt im Blog sogar einen speziellen Button dafür (siehe unten).

Lettland/Latvija

Einige Schnappschüsse – aus meinem „Alltag“ in Ventspils (Lettland), wo ich dank eines Stipendiums noch bis Mitte Oktober im Schriftsteller- und Übersetzerhaus arbeiten darf …

Die prächtigen Schreibfedern vorm Haus … (Vielen Dank an Monika Littau fürs Fotografieren!)

Das Regenwetter scheint die Hauskatze melancholisch zu stimmen; der Autor hingegen weiß die positive Wirkung auf sein Sitzfleisch zu schätzen …

Das Gebäude von außen

Der Kachelofen im Esszimmer, der im Winter auch benutzt wird …

Am Hafen (Ventspils liegt an der Ostsee) …

Plan-B-Lesung

Trotz Trennungsgerüchten 🙂 🙂 … Zwar wurde vor kurzem noch die Auflösung der Gruppe „Plan B“ diskutiert, nun soll aber nichtsdestoweniger eine Lesung von 7 (!) Plan-B’lern stattfinden: am 13. November 2022 ab 18 Uhr im Frankfurter Kellertheater.

Es lesen: Viktor van Hynthersin, Martina Weyreter, Tessa Schwartz, Ira Kulani, Alice Männl – und ich. Außerdem – ich möchte fast sagen: als Überraschungsgast – der von mir sehr geschätzte Peter Kapp (Gründungsmitglied), der in der letzten Zeit, ähnlich wie ich, nur noch vom äußersten Rand der Peripherie auf das Gruppenleben eingewirkt hat.

Wem „Plan B“ nichts sagt, der kann sich zurzeit noch unter www.plan-b-frankfurt.de informieren. Diese Webpräsenz geht allerdings demnächst offline. Es wird indes weiterhin eine Facebookseite der Gruppe geben.

Vielen Dank an Viktor, der diese Veranstaltung im Wesentlichen organisiert hat!

Ventspils

Vor zwei Jahren erhielt ich die Zusage für einen Arbeitsaufenthalt im Internationalen Schriftsteller- und Übersetzerhaus in Ventspils (Lettland). Ich würde nicht sagen: der Wermutstropfen, aber: das Ungewöhnliche war, dass die Zusage für den Herbst 2022 galt (auch hier hatte Corona die Planungen etwas durcheinandergebracht). Ich freute mich damals sehr, aber die Neuigkeit schien mir kaum weniger abstrakt und irreal als die Prognosen zur eigenen Altersversorgung, die einem die Rentenversicherung gelegentlich zuschickt. – Nun sind diese zwei Jahre tatsächlich vergangen und es ist Zeit, die Koffer zu packen …

(Quellennachweis: Bernard Christoph, Lettisch – Wort für Wort; Bielefeld 2012)

Alter neuer Roman

Mit der Veröffentlichung meines „alten neuen Romans“ bei kul-ja! publishing wird es allmählich konkreter (siehe: https://www.kul-ja.com/autoren/) … Er handelt von einem Philosophen, der auf tragikomische Weise daran scheitert, sich in der (von ihm so genannten) „Kunst des Alleinseins“ zu vervollkommnen.

Die Bezeichnung alter Roman ist übrigens etwas weniger scherzhaft gemeint, als es scheinen mag. Die Arbeit daran war schon Ende 2020 im Wesentlichen abgeschlossen.